Rittersprophezeiung
Es ist doch geworden…Martin Luther wurde exkommuniziert. Im Norden wenden sich die Bevölkerung von der katholische Kirche weg. Martin Luther ist aber nicht der Einziger der die Bevölkerung aufregt. Nicht weit entfernt lebt ein junger Mann namens Nostradamus. Er stellt sich vor als Hellseher und behauptet, dass er die Zukunft sehen kann. Vielleicht kann er das doch machen, aber ich glaube nicht das er das Hellsehen kann. Warum bin ich dieser Meinung fragen Sie? Weil seine Vorhersagen ja ganz anderes als meine Prophezeihungen sind. Sehen Sie…ich bin nicht nur Ritter, sondern auch Wahrsager und Hellseher. Diese Begabung gibt es schon lang in meine Familie, und jetzt habe ich dieses Geschenk auch bekommen.
Bald kommt eine Epoche in dem man mit runden Wörter schreiben wird. Es kommt mir vor als ob ich schiefe, krumme Perle sehe. Es erinnert mich an die schiefe Perlen die ich in Portugal gesehen habe, die Barocco im Volksmund genannt werden. Krieg kommt nochmal. Vieles die wir heute aufbauen wird zerstört..es wird umsonst sein. Die Glaube das wir immer beherrschen werden, ist Eitelkeit. Ich sehe ein Vogel…ein Greif. Der Greif, der Gryphius schreibt darüber… Es ist alles Eitel. Es wird Nacht übers Land. Dunkelheit.
Nach der Dunkelheit kommt den Tag. Geistiges Licht. Psychisches Licht. Mit Licht kann man erleuchten. Man sieht klar und deutlich. Man wird aufgeklärt. Die Aufklärung folgt die Dunkelheit der Seele. Es gibt wieder toleranz zwischen Religionen. Die Kreuzzüge kommen zu Ende wegen eines Rings. Der Ring ist ein Parabel. Christen, Jüden, Muslimen sind den Ring, sind in dem Ring und verstehen dadurch, dass sie alle zusammen gehören. Ein Mann namens Lessing wird diese Geschichte erzählen. Es ist die Geschichte eines Mannes namens Nathan…Nathan der Weise. Es gibt Ruhe und Stille. Was folgt?
Immer vor dem Sturm ist der Ruhe. Die Zeiten ändern sich nochmal. Es gibt nun Sturm und Drang. Ich weiß..es Klingt als ob ich in Rätseln spreche…moment mal…es kommt mir noch eine Name vor…es klingt wie …Klinger… das ist es ja. Klinger ist die Name, und er wird für Sturm und Drang verantwortlich gemacht. Aber es gibt noch ein Mann namens…es kommt mir vor wie got, göt…Goethe. Er ist ein großer Mann wäherend der Sturm und Drang Epoche. Goethe schreibt über noch ein Mann namens Werther und wie er leidet. Es wird sogar ein Kultus deswegen geben. Ich sehe gelb und blau überall. Jeder redet von Gefühle…sturmische Gefühle. Es wird von Ganymed und sturmische, verrückte Gefühle geschrieben. Aber die Zeit wird auch vergehen. Die Leute werden sich nach den alten Zeiten sehnen. Goethe trifft Napoleon…Napoleon wird ein großer Herrscher sein, aus dem Land der Franken…er erobert sogar meine Heimat.
Goethe wird immer noch eine grosse Name bleiben. Die zeiten sind klassische Zeiten. Die Bevölkerung werden sich nach Humanität und das Schöne streben. Goethe hat sich irgendwie verloren. Aber jetzt hat er sich wieder Gefunden. Er sucht im Walde, er sucht nach nichts, aber er findet genau das was er braucht, das was er vorher verloren hat. Vernunft. Vernunft ist wie eine Blume, eine Blume die verwelken kann, wenn man sie nicht pflegt. Aber irgendwas stimmt nicht ganz genau. Die Leute suchen ja immer noch nach irgendwas..Sie suchen nachdem was sie glauben perfekt ist…sie suchen nachdem was sie glauben bei den alten Römer zu finden ist. Sie werden Romantiker werden. Sie wollen den alten Germanen wieder beleben.
Stadtholz, Dorfbaum, Blätter, Eichenblätter….Eichendorff träumt von einer Nacht unter den Sternen, unter dem Mond, Mondnacht. Der wind weht… leicht und sanft. Aber der Wind dreht sich. Es wird düster und grimmig. Es sind drei Brüder…Grimm heissen sie. Einer malt, zwei sammeln und schreiben. Sie schreiben Geschichten und Legenden die das deutsche Volk vereinen sollen. Napoleon stirbt. Der Stolz wächst, es gibt Gefühle der Nationalismus, es wird bald ein Land der deutsche geben. Aber die Traüme eines Landes wie alten Rom, ein Land und Zeit der Romantik werden auch bald Platzen. Krieg kommt nochmal.
Das Jahr wird 1848 sein…es gibt Revolution in dem Lande meines Vaters. Es gelingt die Revolutionäre nicht. Der Krieg ist im März… Warum gibt es Revolution? Vor dem Krieg gibt es Unruhe…Aber die Unruhe wird nieder gedrückt. Das Volk ist zufrieden und glücklich denn es gibt kein Krieg. Aber sie sehnen nach irgendwas…immer das Sehnen…und der Wind weht sich wieder. In dem Wind sehe ich Blätter…Fliegende Blätter…ein Mann namens Biedermeier ist Lehrer…aber er schließt sich in seine Stube ein und drückt die Augen zu, damit er sein eigenes Verlangen nicht sehen muß. Aber das Volk wird wach…sie wollen sich nicht mehr anpassen…sie wollen das was ihnen fehlt…Die Ruhe und Zufriedensein ist nur eine Illusion…Vormärz wird März…und die Illusion platzt.
Was kommt nachdem die Illusionen und Träume platzen? Realität und Realismus. Die Bevölkerung versteckt sich nicht mehr von ihre Problem, von die Realität. Sie greifen zu. Aber Sturm kommt nochmal… aber dieses mal ist es eine Name…Storm…Theodor Storm. Er sieht auch.. Er sieht ein Ritter auf ein graues Pferd… Der Schimmelreiter wird er genannt…Sein Volk versteht ihn nicht…er wird zu einem Phantom verwandelt. Der Storm sieht auch wie die Dörfer wachsen. Er schreibt von Die Stadt. Warum müßen wir alles so betrachten wie wir es betrachten? Es gibt nicht nur Realität, wir werden nicht nur von das was wir aufbauen betroffen. Wir werden auch von die natürliche Welt beeinflüßt, denn wir sind doch alle Kinder der Natur. Naturalismus muß auch sein.
Wenn man von der Natur betroffen wird, gibt es Reaktionen. Es gibt Reaktionen auf alles was uns betrifft. Diese Reaktionen werden beobachtet und aufgeschrieben… Es sind keine Minnelieder mehr…es sind Gedichte der Naturalismus. Wenn man betroffen wird und darauf reagiert, man muß sich ausdrücken können. Es wird Expressionen geben…Expressionismus…aber Krieg kommt nochmal in meiner Heimat…viele werden sterben…unheimlich viel. Es wird furchtbar sein, grausam. Brecht protestiert…und danach nochmal Krieg. Dieser Krieg wird noch schlimmer sein als den Ersten. Menschen werden wegen ihre Religionen und Glauben getötet. Denken und Schreibweisen ändern sich deswegen. Ich sehe Felder…Todesfelder. Felder aus Mohn…Mohn und Gedächtnis. Ich sehe auch Schlangen. Schlangen die der Tod bringen, die Leute drehen sich, verkrümmen sich in eine Todesfuge. Meine Heimat die vor kurzem vereint war wird zerissen…Aber Vernunft folgt…und dann Wiedervereinigung…
Ach…wehe…Diese Begabung ist kein Geschenk Gottes…sondern ein Fluch…Ich kann das alles nicht mehr sehen… meine Augen sind wieder auf, ich bin zu mir zurück gekommen. Ich sehe jetzt, in meiner Kammer. Ich will nicht mehr sehen…nicht mehr…nie mehr.
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